Jugendarbeit in den Regionen Aachen-Stadt und Aachen-Land
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Veranstaltungshinweise

04.06.2016, 09:30 - 17:30

EXTRAKURS

Kommunikation und Kooperation Mehr

13.06.2016, 20:15

Taizégebet

Kath. Hochschulgemeinde KHG, Pontstraße, Aachen Mehr

27.06.2016, 20:15

Taizégebet

Kath. Hochschulgemeinde KHG, Pontstraße, Aachen Mehr

03.07.2016 - 10.07.2016

Tage religiöser Orientierung in Taizé

04.07.2016, 18:00 - 22:00

BEULE UND BEINBRUCH

Erste-Hilfe-Übungen Mehr

11.07.2016, 20:15

Taizégebet

Kath. Hochschulgemeinde KHG, Pontstraße, Aachen Mehr

25.07.2016, 20:15

Taizégebet

Kath. Hochschulgemeinde KHG, Pontstraße, Aachen Mehr

08.08.2016, 20:15

Taizégebet

Kath. Hochschulgemeinde KHG, Pontstraße, Aachen Mehr

22.08.2016, 20:15

Taizégebet

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05.09.2016, 20:15

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Buddy Paggen und Merkbuch für JuLeiKA-Kurs

Buddy Paggen mit dem Kurs-Merkbuch, das alle Teilnehmer zum Abschied als Geschenk erhalten.

Vollbild

 
 

 

Aus der Kirchenzeitung, Ausgabe 46/2011

Fit für die Gruppe

Basisschulung für Jugendleiter in der Bildungsstätte Rollefer Berg

Wer sich ehrenamtlich in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit engagiert und gerne eine Gruppe betreuen möchte, braucht das nötige Hintergrundwissen.

Was rechtlich zu beachten ist, wenn man etwa eine Ferienfreizeit begleitet, oder welche Spiele man mit Schülern verschiedener Altersstufen spielen kann, vermittelt eine regelmäßige Basisschulung für Jugendleiter in der BDKJ-Jugendbildungsstätte Rollefer Berg.

 Das Angebot des Fachbereichs Kirchliche Kinder- und Jugendarbeit findet immer in den Herbstferien statt. Der fünftägige Kurs erfreut sich großer Nachfrage. 22 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren hatten sich diesmal angemeldet, um mit dem Jugendbeauftragten Heinz-Josef „Buddy“ Paggen und Referentin Monika Lambrecht alles Wissenswerte zu erarbeiten. Seit 2005 bieten die beiden Referenten gemeinsam solche Schulungen an.

„Die Teilnehmer werden in allen Bereichen der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit geschult. Danach sind sie fit für die Betreuung von Pfarrgruppen, Messdienern und in öffentlichen Jugendeinrichtungen, auch für die Arbeit im Sportverein erhält man das nötige Rüstzeug“, erklärt Paggen. Da die Basisschulung in ähnlicher Form abläuft wie zum Beispiel eine Ferienfreizeit, die die Teilnehmer später betreuen möchten, können sie anhand eines praktischen Beispiels aus eigenen Erfahrungen lernen. „Dieses Gruppengefühl, das da entsteht, kann man nicht bei aufeinanderfolgenden Abendveranstaltungen erlangen. Zunächst sollen sich die Teilnehmer kennenlernen.“ So begründet Paggen, warum der Kurs über fünf Tage so bedeutsam ist. Der Großteil der Jugendlichen kennt sich nicht, sie kommen aus allen Teilen des Bistums. Zuerst steht deshalb das Thema Öffentlichkeitsarbeit auf dem Programm. „Dabei lernen die zukünftigen Repräsentanten ihrer Pfarrgemeinde oder Jugendeinrichtung nützliche Dinge. Jeder soll seine Pfarrgemeinde beziehungsweise Einrichtung vorstellen, dabei können sich alle ein Bild von ihrem Gegenüber machen.“ Danach ist das Eis schnell gebrochen, der Umgang ist locker, Teilnehmer und Referenten gehen schnell zum „Du“ über. „So sind wir auf einer Ebene, auf Augenhöhe“, sagt Paggen, der selbst äußerst erfahren in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Verbandsarbeit ist. Über die Jahre kennt er viele Anekdoten aus dieser Arbeit, die er gerne an künftige Ehrenamtliche in diesem Bereich weitergibt. „Das macht meine Arbeit authentisch, so kann ich etwas vermitteln.“

 

Entspannt für den Alltag lernen

Am zweiten Tag stehen Rechte und Pflichten auf dem Kursplan. „Hier geht es um wichtige Dinge wie Aufsichtspflicht und Jugendschutz. Einige unserer Teilnehmer sind sich da noch unsicher.“ Lambrecht betont, wie wichtig dieser Tages-

ordnungspunkt sei. Auch wenn dieser Kursteil etwas theoretisch anmutet, sind gerade auch die Informationen zum Thema Kindeswohlgefährdung und Prävention von sexuellem Missbrauch aus aktuellem Anlass sehr wichtig. „Wir möch-

ten darauf hinweisen, dass wir diesem Baustein jetzt mehr Raum geben, um unsere Teilnehmer entsprechend zu schulen und ihnen durch eine gute Ausbildung Glaubwürdigkeit zu vermitteln“, betont Paggen. „Es ist wichtig, achtsam miteinander umzugehen und die Kinder zu stärken. Dafür müssen wir unsere Gruppenleiter befähigen und sie in eine Vertrauensposition versetzen“, sagt Lambrecht. Alles werde spielerisch und mit Spaß vermittelt. „Es geht uns nicht um den Dschungel der Paragraphen, wir ermuntern die Jugendlichen vielmehr, eigene Fallbeispiele vorzutragen, praktisch zu lernen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.“

Anna-Lena Seyler (14), Julia Kröffges (15) und Jana Wings (14) aus Eschweiler-Dürwiss besuchen das Seminar gemeinsam, um sich für die Betreuung der Ferienspiele in ihrer Pfarre St. Bonifatius zu rüsten. Im nächsten Sommer steht eine zweiwöchige Ferienfreizeit an. „Vor allem die Rechts-Themen und neue Spielideen sind uns wichtig“, betonen die Mädchen. Das Thema „Spiele“ steht am dritten Kurstag an, in der Folge werden am Donnerstag auch Konfliktsituationen thematisiert. Hier geht es um Teamarbeit und die Rolle des Einzelnen in der Gruppe. „Das erleben wir spielerisch bei Gruppenspielen wie der ,Reise nach Grupphauf‘, einer Übung, bei der die Teilnehmer sich selbst im Team erfahren“, sagt Paggen.

„Die Jugend-Leiter-Karte ist der Grund, warum ich hier mitmache. In unserer Einrichtung möchte ich gerne kleinere Gruppen leiten können, mit ihnen ins Zeltlager fahren“, erklärt die 17-jährige Katharina Heß aus der Richtericher Jugendeinrichtung Cube. Für die Begleitung von Ferienspielen interessiert sich der 15-jährige Claudio Boerger, der in Kornelimünster als Schulsanitäter arbeitet. „Die Atmosphäre hier in Rollef ist einfach super, schon am ersten Abend haben wir uns gut verstanden. Da lernt man auf entspannte Weise viel für den Alltag“, findet Claudio. Vor allem die Spieleanregungen beurteilt er als hilfreich. „So weiß ich zukünftig besser, was ich alles mit den Kindern anfangen kann.“ Der 16-jährige Sven Wiederholt hat bereits 2010 an der Schulung teilgenommen. „Das hat mir im Nachhinein sehr viel gebracht“, sagt der Schüler, der in der Pfarre St. Sebastian in Würselen die Messdiener betreut. Er wisse nun, wie er sich im Umgang mit der Gruppe zu verhalten hat. „Seit Mai bin ich nun Gruppenleiter, was mir persönlich großen Spaß macht.“

 

Absolventen erhalten Jugend-Leiter-Karte

Übrigens: Wer erfolgreich einen solchen fünftägigen Basiskurs absolviert hat, dem fehlt nur noch ein Erste-Hilfe-Schein, um die begehrte Jugend-Leiter-Karte (juleica) zu erhalten. „Alle Absolventen erhalten als Abschiedsgeschenk ein Merkbuch, in dem alles Wichtige für die zukünftigen Aufgaben und viele zusätzliche Tipps enthalten sind“, sagt Lambrecht. Zum Abschluss wird am letzten Kurstag ein positives Fazit gezogen. „Uns ist wichtig, dass alle genügend Zeit haben, um Abschied zu nehmen. Die Mädchen und Jungen sind in den fünf Tagen zu einer gut funktionierenden Gruppe zusammengewachsen“, betont Paggen. Da alle ein ähnliches Interesse verfolgen, hätten sie sich gegenseitig wunderbar austauschen und beraten können. „Das ergibt sich immer recht schnell und die Kontakte bleiben sicher auch über die Schulung hinaus bestehen“, ist sich Paggen sicher.

 

Info

Aufgrund des großen Interesses an der Basisschulung für Jugendleiter finden Zusatztermine an zwei Wochenenden im Frühjahr statt. Informationen erteilt Heinz-Josef Paggen vom Jugendbeauftragtenbüro unter Tel. 0241/4790131 oder E-Mail heinz-josef.paggen@bistum-aachen.de.


Von Nina Krüsmann

Veröffentlicht am 16.12.2011

 
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